Der CFS-Finanzplatzindex ist ein neuartiges Instrument zur Aggregation der Urteile und Erwartungen von Schlüsselpersonen des Finanzstandortes Deutschland. Zielsetzung ist die Erfassung der jeweils aktuellen Stimmungslage zu Entwicklungschancen und Entwicklungsrisiken des Finanzplatzes und deren Veränderung im Zeitverlauf.

Räumliche Abgrenzung:

In der ersten Phase der Erhebung des CFS-Finanzplatzindex im Jahr 2007 beschränkte sich die zugrunde liegende Befragung auf Unternehmen und Institutionen aus Frankfurt am Main und der umliegenden Rhein-Main-Region. Im Oktober 2007 wurde die Umfrage auf München ausgedehnt und seit 2008 werden Führungskräfte in ganz Deutschland befragt.

Sachliche Abgrenzung:

Neben der räumlichen Abgrenzung ist für eine Befragung als zweite Dimension auch eine sachliche Abgrenzung entscheidend. Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei, dass es verschiedene Gruppen von Unternehmen gibt, die mehr oder weniger stark mit dem Finanzplatz in Verbindung stehen bzw. diesen selbst darstellen.


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1. Finanzinstitute & Börse

Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften und die Börse bilden als Nukleus des Finanzplatzes die erste, innere Gruppe.

2. Finanzplatzorientierte Dienstleister

Um den Nukleus eines Finanzplatzes gruppieren sich unterschiedlichst spezialisierte Dienstleistungsunternehmen. Merkmal dieser zweiten Gruppe von Unternehmen ist, dass sie als Dienstleister grundsätzlich auch für andere Branchen tätig sein können. Je spezialisierter die angebotene Dienstleistung jedoch ist, desto wahrscheinlicher ist die Konzentration auf eine Branche. Beispiele für diese Art von Unternehmen sind Rechtsanwaltskanzleien und Rechtsanwaltsfirmen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Nachrichtenagenturen.

3. Finanzplatzbezogenen Institutionen

Des Weiteren gibt es eine Vielzahl von Institutionen, die keine Unternehmen im klassischen Sinn sind: wie Aufsichts- oder Regulierungsbehörden und spezielle Interessenverbände mit Sitz am Finanzplatz. Die Deutsche Bundesbank, das Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen (BaFin) oder Organisationen wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) sowie die Kursmaklerkammer sind beispielhafte Vertreter dieser dritten Gruppe. Dazu gehören auch die Universitäten und Fachhochschulen sowie sonstige Bildungseinrichtungen (Akademien).

4. Finanzplatzprofitierende Unternehmen

Als vierte und letzte Gruppe gibt es eine Reihe von Unternehmen, die von der absoluten Größe und Wirtschaftskraft von lokalen Finanzplätzen wie Frankfurt oder München profitieren, ohne dass sich diese in einer besonderen Art und Weise auf spezielle Bedürfnisse von Unternehmen der Gruppe 1 und 2 konzentriert haben. Beispiele hierfür sind Fluggesellschaften, Hotels, Luxus-Autohändler oder Catering-Unternehmen.